Freitag, 24.01.2020 12:09 Uhr

Österreichisches Klimaforschung Netzwerk

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 06.12.2019, 17:45 Uhr
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Wien [ENA] Mit "Fridays for Future" hat sich eine internationale Bewegung etabliert, die natürlich auch in Österreich präsent ist. Die weltweite "Klimagerechtigkeits- Bewegung" rief für Freitag, den 29. November 2019 in Wien zur Großmobilisierung gegen die angebliche Untätigkeit der Politik auf. Und die Mobilisierung ist beachtlich. Da machen mit Workers for Future, Schüler*innen for Future oder Arbeitnehmer*innen for Future.

Workers for Future oder Schüler*innen Komitees werden zum Klimastreik aufgerufen. Was sie wollen ist akribisch in neun Punkten zusammengefasst. Darunter eine Klimagerechte Steuerreform, Energiedienstleistungen, Umbau zur Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Raumplanung, erneuerbare Energien oder Pariser Klimazielorientierung. Viel kann man sich dabei nicht vorstellen, eher scheint es sich um Fachjargon von Firmen zu handeln, die jetzt ihre große Chancen wittern, Österreich klimafit umzubauen. Denn "ohne wirksamen Klimaplan drohen milliardenschwere Strafzahlungen" wird argumentiert. Stattdessen sollte mindestens eine Klimaschutzmilliarde im nächsten Bundesbudget vorgesehen werden.

Das Klimaforschungsnetzwerk zu dem NGOS wir Global 2000, NKK, WWF oder Fridays for Future gehören, luden in Wien zu einer Pressekonferenz zum Thema "Klimaschutzlähmung" ein. Das zentrale Ziel ist, bis 2030 notwendige Verbesserungen im Klimaschutz zu unterstützen. Das ist sicherlich wichtig, aber der Förderungskatalog weist viele Lücken und Unvereinbarkeiten auf. Denn man kann nicht einerseits ein Einwanderungsland sein wollen und am Wohnungsbau sparen wollen. Der ganze Ton der Diskussion ist oft überspitzt, wenn nicht hysterisch. Das is gefährlich, denn das fragile Wirtschaftssystem kann sehr leicht kippen und dann brauchen wir keinen "Black Friday" mehr, denn er ist schon da und sieht anders aus als die schöne neue klimafreundliche Welt.

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