Samstag, 06.06.2020 11:48 Uhr

Fernsehansprache von Ministerpräsident Reiner Haseloff

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 21.03.2020, 16:01 Uhr
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Dr. Reiner Haseloff – Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
Dr. Reiner Haseloff – Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt  Bild: wikipedia.de

Magdeburg [ENA] Eine bewegende Fernsehansprache des Ministerpräsidenten an seine sachsenanhaltinischen Landsleute. “Wir sind alle füreinander verantwortlich”: Das forderte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und mahnt zu Rücksicht und Zusammenhalt. So erklärte der Ministerpräsident in seinem Statement:

“Wir befinden uns derzeit in einer sehr ernsten Lage.”Seine Worte richteten sich in Sorge um die gravierenden Folgen der Corona-Pandemie an die Sachsen-Anhaltiner. “Niemand kann verlässlich sagen, wie groß die Gefahr ist, die von dem neuen Corona-Virus ausgeht. Inzwischen wissen wir aber, dass es sich sehr schnell verbreitet. Und darum müssen wir mit großer Umsicht und ohne Überreaktionen handeln.”

Schutz der Bevölkerung und besonders gefährdeter Personen

Er erklärte weiterhin, dass wir alles daran setzen müssen, die Bevölkerung und vor allem gefährdete Personen zu schützen. Darum müssen wir vor allem die Verbreitung des Virus’ eindämmen. “Deshalb bitte ich Sie eindringlich, sich angemessen zu verhalten, vorgegebene Regeln unbedingt zu befolgen und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wir werden alle in der Landesregierung getroffenen Entscheidungen ständig auf ihre Wirkung neu überprüfen und wenn notwendig der veränderten Situation anpassen. Lassen sie uns in Sachsen-Anhalt zusammenstehen und diese Herausforderung gemeinsam bewältigen. Unser Land wird diese Krise bewältigen, dessen bin ich mir sicher.”

Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung für Sofortprogramm

Der Landesvorsitzende der Mittelstands-und Wirtschaftsvereinigung in Sachsen-Anhalt (MIT), Detlef Gürth, fordert ein Sofortprogramm für Kleinst- und Kleinunternehmen. “Die bisher getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Cororna-Pandemie sind notwendig. Tausende Freiberufler und Solounternehmer stehen aber ohne Hilfe vor dem existenziellen Aus, wenn nicht zügig geholfen wird. Besonders diese Gruppe der Selbständigen, die vor Jahren mit ‘Ich- AG’ oder Existenzgründeroffensiven zur Eigenverantwortung ermuntert wurden, entlasteten die öffentlichen Kassen.” Er verlangte, dass der Staat jetzt ein Zeichen setzen und etwas zurückgeben muss.

Sachsen-Anhalt muss zügig handeln

“Die viele Milliarden Euro teure Bankenrettung war damals notwendig. Kulturschaffende, Dienstleister, Gewerbetreibende stehen jetzt, aber ohne eigene Schuld, ohne Einnahmen da, während Leasingraten, Kredite, Mieten und der Lebensunter- halt zu finanzieren sind. Auch Sachsen-Anhalt muss hier zügig handeln und Hilfestellung bieten. Steuerstundungen und Kurzarbeitergeld gehen an den Bedürfnissen Tausender Selbständiger vorbei.

Wenn nicht kurzfristig gehandelt wird, wird es eine Insolvenz- Welle unbekannten Ausmaßes geben”, so der Landesvorsitzende Detlef Gürth, der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU – Sachsen-Anhalt.

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